RC CERN Meyrin St. Genis – TV Thun

Gute Ausganslage trotz unglücklicher Schlussphase

Im Hinspiel des NLC-Halbfinals setzte sich der Rugby TV Thun auswärts gegen den Rugby Club CERN durch – und legte dabei über weite Strecken den Grundstein für den möglichen Finaleinzug. Trotz einer dominanten Vorstellung der Berner Oberländer blieb den Gästen am Ende ein kleiner Wermutstropfen.

Die Partie begann zunächst mit Druck der Gastgeber. Die Genfer drängten Thun in den eigenen 22-Meter-Raum zurück, doch dank klugem Kickspiel gelang es den Gästen, sich immer wieder zu befreien und das Spielgeschehen zu beruhigen. Kaum hatten die Thuner erstmals selbst längere Ballbesitzphasen, schlugen sie eiskalt zu: Fly-Half Louis von Grünigen eröffnete das Skore per Penaltykick, ehe nur wenige Minuten später Simione Tabaki nach einer sehenswerten Angriffsphase zum ersten Versuch eintauchte. Nach gerade einmal sechs Minuten führten die Gäste mit 10:0. Obwohl die Berner Oberländer das Spielgeschehen kontrollierten, kam CERN aus dem Nichts zum Anschluss. Ein geschickt ausgeführter Chip- und Chase-Kick führte in der 15. Minute zum ersten Versuch der Westschweizer. Doch die Antwort der Gäste liess nicht lange auf sich warten: Nur drei Minuten später setzte Thun zum direkten Gegenschlag an. Flügel Brandon Wild nutzte den Raum auf der Aussenbahn konsequent aus und stellte mit seinem Versuch in der 18. Minute den alten Abstand wieder her.

In der Folge blieben die Gäste klar tonangebend. Immer wenn der Ball schnell über die Hintermannschaft lief, wurde es brandgefährlich – beinahe jeder Angriff führte zu einem Durchbruch durch die gegnerische Linie. Ryan Hogan sowie erneut Brandon Wild sorgten für weitere Punkte und bauten die Führung kontinuierlich aus. Kurz vor der Pause setzte Thun dann noch ein echtes Highlight: Ein präziser Chip-Kick von Tabaki über die Defensivlinie, von Brandon Wild geschickt weitergeleitet, fand schliesslich den Weg zu Fullback Ramon Zehnder, der sicher in der Endzone ablegte. Mit einer komfortablen 32:7-Führung ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste jedoch einen Kaltstart. Ein geblockter Kick fiel den Genfern in die Hände, die diese Gelegenheit konsequent nutzten und bis in die Endzone durchliefen. Trotz dieses Rückschlags liess sich Thun nicht aus dem Konzept bringen. Die Gäste blieben spielbestimmend, auch wenn zu viele Ballverluste zunächst weitere Punkte verhinderten. Erst ein sauber ausgespielter Angriff über mehrere Stationen der Hintermannschaft brachte wieder Zählbares: Mit starkem Ballhandling wurde die Defensive der Gastgeber auseinandergezogen, und Danilo Schober erhöhte auf 37:14. Zwar gestaltete sich das Spiel in der Folge etwas ausgeglichener, doch bis zur 70. Minute konnten beide Teams noch je einen Versuch erzielen – 44:19 für die Gäste. Die Schlussphase verlief dann allerdings alles andere als nach Wunsch für Thun. Kaum noch Ballbesitz und zunehmende Undiszipliniertheiten verschafften den Genfern viel Raum. Die Gastgeber nutzten diese Phase konsequent aus und kamen in den letzten zehn Minuten noch zu zwei weiteren Versuchen. Damit verkürzte CERN das Schlussresultat auf 44:31 und hielt seine Hoffnungen für das Rückspiel am Leben.

Trotz dieses unglücklichen Endspurts verschafft sich der Rugby TV Thun eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Samstag in Thun Süd. Über weite Strecken zeigte das Team klar, wer die bessere Mannschaft ist – und untermauerte seine Ambitionen auf den Finaleinzug.

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RC CERN Meyrin St. Genis – TV Thun

Rugby Thun verliert zweites Saisonspiel trotz starker Leistung

Bei windigem, aber schönem Wetter verliert der Rugby TV Thun auch sein zweites Saisonspiel. Auswärts in Meyrin musste das erneut knapp besetzte Team eine 15:28-Niederlage gegen den letztjährigen Finalist RC Cern hinnehmen.

Die ersten 20 Minuten der Partie waren äußerst ausgeglichen. Die Thuner Defensive zeigte sich stabil und ließ die Genfer Offensive verzweifeln. Doch leider konnten die Gäste ihrerseits im Angriff ebenfalls keinen Druck ausüben, begingen Fehler um Fehler, was das Spielgeschehen sehr unflüssig erscheinen ließ. Auch die Genfer spielten nicht fehlerfrei, weshalb die Anfangsphase von zahlreichen Scrums geprägt war. Erst nach knapp einer halben Stunde fiel die ersten Punkte. Die Berner Oberländer spielten den Ball sauber über die Hintermannschaft, und Fullback Fabrice Zellweger konnte den ersten Versuch für Thun erzielen. Die Freude währte jedoch nur kurz. Die Thuner waren komplett unorganisiert und kassierten praktisch bei Wiederanpfiff sogleich selbst einen Versuch.

Kurz vor der Halbzeitpause gelang es den Thunern jedoch, den Druck zu erhöhen. Fly-half Louis von Grünigen verwandelte einen Penaltykick und brachte sein Team mit 8:7 erneut in Führung, mit der es dann auch in die Pause ging.

Leider zeigte sich die Mannschaft nach Wiederbeginn, wie schon in der Vorwoche, unkonzentriert und unorganisiert. Dies führte dazu, dass das Heimteam einen weiteren Versuch erzielt und die Führung wieder zurückeroberte. Die Thuner Defensive, nun völlig desorientiert und geschockt, erholte sich nicht und nur zehn Minuten und einem Versuch später stand es bereits 8:21 für die Gastgeber. Die Berner Oberländer mussten also erneut einem Rückstand hinterherlaufen, und das mit nur einem Auswechselspieler auf der Bank. Doch das Team bewies einmal mehr seine Moral und blieb im Spiel. In der Offensive blitzte das Potenzial des Teams abermals auf, doch kleine, unnötige Fehler verhinderten mehrfach den Durchbruch und die ersehnten Punkte.

In der 60. Minute gelang es Center Simione Tabaki schließlich, die Genfer Verteidigung zu durchbrechen und den Anschlussversuch zu erzielen. Es keimte die Hoffnung auf, dass das Spiel wieder zu Gunsten der Thuner kippen könnte. Doch die Konstanz fehlte erneut: Zehn Minuten später reagierte das Heimteam mit einem weiteren Versuch.

Bis zum Schlusspfiff erspielten sich die Thuner noch einige gute Chancen, doch es waren erneut kleine Fehler, die eine erfolgreiche Verwertung verhinderten. So resultierte am Ende die zweite Saisonniederlage für den RC Thun.

Trotz der Niederlage war eine deutliche Verbesserung im Spielsystem im Vergleich zur Vorwoche erkennbar. Die Thuner müssen ihre Fehlerquote reduzieren und konstanter agieren, um künftig erfolgreich zu sein. Bereits nächsten Samstag haben sie die Chance, im Heimspiel gegen Leader RC Zug auf der Eigermatte eine Reaktion zu zeigen und die ersten Punkte der Saison einzufahren.

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RC CERN – TV Thun

Thuner Höhenflug gebremst

Auswärts in Genf, muss der Rugby TV Thun die erste Niederlage in der Rückrunde der aktuellen Spielzeit hinnehmen. Gegen der RC Cern Meyrin St. Genis verliert das Team knapp mit 18:25 und erhält dadurch immerhin einen Losing-Bonuspunkt. Aufgrund der Siege von Zug und Würenlos besetzt es neu nur noch den fünften Platz der NLC-Promotion.

Bei bereits sehr sommerlichen Temperaturen sahen sich die Thuner vorerst mit Verteidigungsarbeit beschäftigt. Das Heimteam startete um einiges spritziger und druckvoller und erarbeiteten sich so Meter um Meter. Die Defensive der Berner Oberländer hielt jedoch stark dagegen und konnte einen Try einige Male knapp verhindern. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten fanden die Gäste allerdings allmählich den Weg in die Partie und konnten nach ungefähr 15 Minuten erstmals eine Druckphase ausüben. Die Gäste, nun definitiv im Spiel angekommen, kontrollierten nun das Geschehen. Fly Half Louis von Grünigen verpasst vorerst drei Punkte, doch wenig später gleicht er mit einem Penaltykick zum 3:3 aus. Auch bis zum Unterbruch blieben die Thuner die bessere Mannschaft, konnten jedoch aus dieser Überlegenheit leider deutlich zu wenig Profit rausschlagen. So gelang ihnen «nur» einen Versuch (Penaltytry), was zum Pausenstand von 10:3 führte.

Wie bereits in den vergangenen Begegnungen, zeigte sich Thun zu Beginn der zweiten Halbzeit äusserst schwach und unkonzentriert. Cern startete erneut deutlich besser und fokussierter, konnte durch seine schnelle Spielweise überzeugen und so zum 10:10 ausgleichen. Die Partie war nun äusserst ausgeglichen und auf Messers Schneide. Durch je einen Penaltykick erhöhte sich der Score auf 13:13. Mit zunehmender Spieldauer waren die Thuner immer mehr gefordert. In Anbetracht der Temperaturen und der Anreise mit nur 17 Spielern, stellte sich nun die Frage wie lange sie ihr Niveau halten konnten. Zusätzlich kam nach 60 Minuten eine weitere Herausforderung hinzu. Captain Frank Zumthurm sah sehr unglücklich eine gelbe Karte, was die Berner Oberländer dazu zwang, zehn Minuten in Unterzahl zu agieren. Dies alles wurde dem Team nun zum Verhängnis und so konnte es nicht mehr mit den Genfern mithalten. Cern ging mit zwei Versuchen innerhalb dieser Unterzahlt mit 25:13 in Führung. Konfrontiert mit diesem Rückstand, waren die Gäste gezwungen alles zu investieren in den letzten zehn verbleidenden Minuten. Thun kämpfte, zeigte eine beeindruckende Mentalität und bewies was möglich ist mit einem starken Teamzusammenhalt. Jedoch fehlte einige Male etwas das Wettkampfglück und so reichte es nur noch zu einem Try. Endstand 18:25.

Nach diesem harten Kampf, hat der Rugby TV Thun nun ein Wochenende Spielfrei, bevor es am 27. April zuhause auf der Eigermatte gegen den RC Würenlos weitergeht.

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