Liga: NLD

NLD west/ost + NLD Finalrunde

RC St. Gallen – TV Thun

Überzeugender Pflichtsieg für Thun

Der Rugby TV Thun hat seine Spitzenposition in der NLC Ost eindrucksvoll verteidigt. Die Oberländer gewannen auswärts beim Rugby Club St. Gallen mit 64:14 und bestätigten damit ihre Favoritenrolle – auch wenn der Start alles andere als ideal verlief.

Die Thuner erwischten einen klassischen Kaltstart: Ein unnötiger Ballverlust tief in der eigenen Zone führte dazu, dass St. Gallen völlig überraschend den ersten Try erzielte. Der Rückstand weckte die Gäste aber sofort auf. Nur drei Minuten später setzte sich Hooker Danilo Schober kraftvoll durch und glich zum 7:7 aus. Von da an übernahm Thun mehr und mehr die Kontrolle über das Spielgeschehen, ohne zunächst richtig in Fahrt zu kommen – der starke Wind, einige Ungenauigkeiten im Passspiel und überhastete Entscheidungen verhinderten einen klaren Spielfluss.

Nach einem präzise ausgeführten Lineout folgte der erste starke Angriffszug: Flanker Till Schmidt vollendete die Kombination zur Thuner Führung. Kurz darauf erhöhte Center Mike Koller mit einem energischen Durchbruch durch die Mitte, ehe die Gäste ihren schönsten Angriff des Spiels zeigten. Fullback Ramon Zehnder startete tief in der eigenen Hälfte, tanzte mehrere Verteidiger aus und setzte zu einem spektakulären Lauf über das halbe Feld an. Mit perfektem Timing fand er den stark mitgelaufenen Marical Egli, der den Ball elegant mittels Offloadpass an Fly-Half Louis von Grünigen weiterleitete – dieser schloss den Angriff ab und erhöhte auf 24:7. Der Versuch war sinnbildlich für die spielerische Klasse und das Zusammenspiel der Thuner. Kurz vor der Pause setzte Center Antonio Branquinho mit einer clever antizipierten Interception den nächsten Nadelstich und erhöhte zum 29:7-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel fand Thun endgültig seinen Rhythmus. Die Angriffe wurden präziser, die Laufwege abgestimmt – und die Backline nutzte ihre Chancen konsequent. Zwei weitere Trys durch Fly Half Louis von Grünigen sorgten dafür, dass die Partie früh entschieden war und Thun das Spiel nun klar diktierte. St. Gallen konnte das hohe Tempo kaum mehr mitgehen, während Thun immer besser harmonierte. Branquinho legte nach starkem Angriffsspiel seinen zweiten Try des Nachmittags nach. Zwar erhielt er wenig später nach einem High Tackle kurz vor der eigenen Linie eine Gelbe Karte, die zum Penaltytry für St. Gallen führte, doch selbst in Unterzahl blieb Thun das klar bessere Team. Die Oberländer nutzten die freien Räume geschickt, und Isak Combrinck sowie Ramon Zehnder setzten mit zwei weiteren Versuchen den Schlusspunkt unter eine überzeugende Vorstellung.

Mit dem klaren 64:14-Erfolg bestätigt Rugby TV Thun eindrucksvoll seine aktuelle Form in der NLC Ost. Nächste Woche empfangen die Berner Oberländer zu Hause das Schlusslicht Biel/Solothurn – erneut als klarer Favorit, aber mit dem Ziel, diesmal ohne Startschwierigkeiten loszulegen.

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RC Zug – TV Thun

Thun bezwingt Zug im Spitzenkampf
Im Topspiel der dritthöchsten Rugbyliga der Schweiz (NLC Ost) trafen am Wochenende mit dem Rugby Club Zug und dem Rugby TV Thun zwei bisher ungeschlagene Teams aufeinander. In einem packenden und phasenweise hochklassigen Spiel setzten sich die Berner Oberländer auswärts gegen den letztjährigen Finalisten aus der Innerschweiz mit 40:34 durch – und übernehmen damit die Tabellenspitze.
Die Thuner legten los wie die Feuerwehr: Gleich der erste Spielzug brachte Punkte. Nach einem tiefen Durchbruch von Center Allen Jörimann in der eigenen Hälfte kombinierten sich die Gäste mit sehenswerten Offloads über das gesamte Spielfeld. Scrum-Half Grigorj Reber schloss die Phase mit einem Try unter den Stangen ab – ein Statement zu Beginn. Thun blieb zunächst tonangebend, verpasste es jedoch, ihre frühe Dominanz in weitere Punkte umzumünzen. Zu viele unnötige Offloads und wiederholte Handling Errors verhinderten ein strukturiertes Phasenspiel. Das gab den Innerschweizern die Chance, sich ins Spiel zu kämpfen. Nach rund 20 Minuten konnte der RC Zug den Ausgleich zum 7:7 erzielen. Es entwickelte sich eine zunehmend ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Während Thun weiter stark spielte, jedoch die letzte Präzision vermissen liess, nutzte Zug seine Gelegenheiten effizient und erhöhte auf 14:7. Doch kurz vor dem Pausenpfiff schlugen die Berner Oberländer zurück. Nach einem strukturierten Phasenspiel über mehrere Vorstösse der Forwards drückte der junge Prop Janis Neuenschwander das Ei über die Linie. Der verdiente Ausgleich zum 14:14 markierte gleichzeitig den Pausenstand.
Auch die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag der Gäste: Direkt nach dem Kickoff sicherten sich die Thuner den Ball zurück und setzten sich in der gegnerischen 22 fest. Nur wenige Minuten später tankte sich Lukas Kolb durch die Verteidigung und brachte Thun erneut in Führung – 21:14.Das Spiel verlagerte sich zunehmend in die Hälfte der Zuger, Thun kontrollierte das Geschehen und legte wenig später durch Captain Frank Zumthurm nach einem kraftvollen Vorstoss nach. Zwei zwischenzeitlicher Penaltykicks der Innerschweizer konnte am Spielverlauf wenig ändern – 26:20 für die Gäste. Als die Zuger nach einem Befreiungskick der Berner Oberländer in der eigenen Hälfte erneut Handling-Probleme hatten, reagierte der eingewechselte Flügelspieler Yanis Berger blitzschnell. Er schnappte sich den freiliegenden Ball und sprintete unbehelligt in die Endzone – Thun erhöhte auf 33:20.Rund zehn Minuten vor Schluss zeigte Thun nochmals ein lehrbuchreifes Phasenspiel. Geduldig arbeiteten sich die Berner Oberländer Meter um Meter voran, bis sie die Zuger Verteidigung endgültig knacken konnten – es folgte der vierte Try der zweiten Halbzeit druch Allen Jörimann, Zwischenstand: 40:20.Doch das Spitzenspiel blieb spannend. In der Schlussphase dezimierten sich die Thuner selbst: Zuerst musste Lukas Kolb wegen eines High Tackles für zehn Minuten vom Feld. Kurz darauf folgte auch Fly-Half Louis von Grünigen nach einem ähnlichen Vergehen. Plötzlich war Thun nur noch zu 13 auf dem Platz. Zug witterte nochmals Morgenluft und verkürzte mit zwei späten Trys auf 34:40. Mehr war jedoch nicht mehr drin – die 80 Minuten waren vorbei.
Mit einer insgesamt starken Mannschaftsleistung, effektiven Durchbrüchen und phasenweise dominanter Kontrolle in der zweiten Hälfte verdiente sich der Rugby TV Thun den Auswärtssieg im Spitzenspiel. Trotz zweier gelber Karten in der Schlussphase brachten sie das Spiel über die Zeit und sicherten sich damit neben dem Sieg auch die Tabellenführung in der NLC Ost. Thun bleibt damit auch im dritten Spiel der Saison ungeschlagen. Nach einer Woche Pause wartet das nächste Auswärtsspiel beim RC St. Gallen.
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TV Thun – RC Winterthur

Rugby TV Thun bleibt makellos – 56:19 gegen RC Winterthur

Die Berner Oberländer feierten im Heimspiel gegen den Absteiger aus der NLB einen deutlichen 56:19-Erfolg und damit den zweiten Sieg im zweiten Spiel der NLC-Saison.

Die Partie begann ausgeglichen. Früh zeigten die Zürcher, dass sie über ihre wuchtigen Forwards kommen wollten, und gingen nach einem Penaltykick mit 3:0 in Führung. Doch die Gastgeber antworteten umgehend: Über die Flügel wurde schnell durchgespielt, und Aaron Schranz vollendete den ersten Versuch für Thun.

In der Folge drückten die Gäste weiter ihren Spielstil durch. Nach einem Try sowie einem weiteren Penaltykick lag Winterthur mit 11:7 vorne. Thun ließ sich davon aber nicht beirren, nutzte verstärkt die Räume über die Backs und drehte die Partie. Nach einem kurzen Hin und Her übernahmen die Berner Oberländer die Kontrolle. Bis zur Pause erhöhten Antonio Branquinho nach einer sehenswerten Kombination sowie Hooker Danilo Schober nach einem cleveren Line-out auf 28:14.

Nach Wiederanpfiff setzten die Gastgeber ihre Dominanz fort. Fly-half Louis brach durch die Verteidigungslinie der Zürcher und stellte auf 35:14. Eine längere Unterbrechung aufgrund der Verletzung von Prop Remo Zurbuchen brachte die Thuner kurz aus dem Tritt, Winterthur nutzte das zum Anschlussversuch. Die frischen Kräfte von der Bank sorgten bei den Thunern für neuen Schwung, und das Team setzte nun konsequent nach. Center Mike Koller legte gleich zwei Versuche nach, ehe Brandon Wild in der Schlussphase nach einem Ballverlust der Gäste das Leder aufnahm und über das ganze Feld zum Endstand von 56:19 sprintete.

Die Gäste zeigten bis zum Schluss Kampfgeist und setzten die Thuner mehrfach unmittelbar vor der eigenen Mallinie unter Druck. Doch die Defensive der Berner Oberländer hielt stand – ohne einen weiteren Try zuzulassen.

Nächsten Samstag steht für das Team auswärts in Zug das Spitzenspiel an. Beide Mannschaften stehen nach zwei Siegen aus zwei Spielen an der Tabellenspitze der NLC Ost.

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RC Würenlos – TV Thun

Geglückter Saisonstart

Der Rugby TV Thun startet erfolgreich in die neue Saison: Dank einer furiosen zweiten Halbzeit setzten sich die Berner Oberländer auswärts beim RC Würenlos mit 29:13 durch.

Zu Beginn wirkten beide Mannschaften nervös. Viele Handling Errors prägten die Anfangsminuten und führten zu mehreren Scrums. Das Heimteam aus dem Aargau übernahm zunächst etwas das Kommando und drängte die Gäste wiederholt tief in die eigene Hälfte. Doch die Thuner verteidigten mit viel Einsatz, standen sicher in den Tackles und zwangen die Gastgeber mehrmals zu einem Held-Up im Malfeld. Statt Punkten für die Aargauer gab es daher jeweils nur einen Goal-Line Dropout für die Berner Oberländer.

Da die Gäste überwiegend mit Verteidigungsarbeit beschäftigt waren, konnten sie ihre Angriffe kaum in Szene setzen. Wenn sich doch einmal Chancen boten, verhinderten einfache Fehler den Spielfluss. Folgerichtig ging es nach einer zähen ersten Halbzeit mit einer knappen 3:0-Führung für das Heimteam in die Pause – dank eines verwandelten Penalty Kicks.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich ein anderes Bild. Das Spiel blieb zunächst ausgeglichen, doch die Gäste nutzten ihre erste große Gelegenheit eiskalt: Simione Tabaki brach mit einem kraftvollen Lauf durch die Verteidigungslinie der Aargauer, öffnete den Raum und setzte Flügelspieler Till Schmidt in Szene, der zum ersten Versuch der Partie einlief. Würenlos zeigte sich jedoch unbeeindruckt, antwortete mit energischen Angriffen und ging durch einen eigenen Versuch 8:7 in Führung.

Nun steigerten sich die Gäste spürbar. Mit viel Ballbesitz und geduldigem Phasenspiel übernahmen die Berner Oberländer die Kontrolle. Immer wieder prallten die Aargauer an den kraftvollen Runs der Thuner ab. Schließlich tankte sich Ramon Zehnder durch und legte den nächsten Versuch. Jetzt spielten die Gäste wie befreit, machten weniger Fehler und setzten die Gastgeber zunehmend unter Druck. Kurz darauf erhöhte Lukas Kolb mit einem weiteren Versuch – und die Thuner hatten das Momentum endgültig auf ihrer Seite.

Die Gäste schnürten das Heimteam nun regelrecht in der eigenen Hälfte ein. Mit hoher Intensität in den Kontakten und präzisen Angriffen erarbeiteten sie sich weitere Chancen. Ein verwandelter Kick sowie ein vierter Versuch, erneut durch Ramon Zehnder, sorgten für eine komfortable 29:8-Führung. Erst in der Schlussphase gelang den Aargauern noch ein letzter Versuch, der aber nichts mehr am klaren 29:13-Auswärtssieg der Berner Oberländer änderte.

Am kommenden Samstag steht für die Thuner das erste Heimspiel der Saison an. Dort will die Mannschaft zeigen, dass sie das Niveau und die Durchschlagskraft der zweiten Halbzeit auch von Beginn an abrufen können.

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