League: NLD

NLD west/ost + NLD Finalrunde

RC CERN – TV Thun

Thuner Höhenflug gebremst

Auswärts in Genf, muss der Rugby TV Thun die erste Niederlage in der Rückrunde der aktuellen Spielzeit hinnehmen. Gegen der RC Cern Meyrin St. Genis verliert das Team knapp mit 18:25 und erhält dadurch immerhin einen Losing-Bonuspunkt. Aufgrund der Siege von Zug und Würenlos besetzt es neu nur noch den fünften Platz der NLC-Promotion.

Bei bereits sehr sommerlichen Temperaturen sahen sich die Thuner vorerst mit Verteidigungsarbeit beschäftigt. Das Heimteam startete um einiges spritziger und druckvoller und erarbeiteten sich so Meter um Meter. Die Defensive der Berner Oberländer hielt jedoch stark dagegen und konnte einen Try einige Male knapp verhindern. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten fanden die Gäste allerdings allmählich den Weg in die Partie und konnten nach ungefähr 15 Minuten erstmals eine Druckphase ausüben. Die Gäste, nun definitiv im Spiel angekommen, kontrollierten nun das Geschehen. Fly Half Louis von Grünigen verpasst vorerst drei Punkte, doch wenig später gleicht er mit einem Penaltykick zum 3:3 aus. Auch bis zum Unterbruch blieben die Thuner die bessere Mannschaft, konnten jedoch aus dieser Überlegenheit leider deutlich zu wenig Profit rausschlagen. So gelang ihnen «nur» einen Versuch (Penaltytry), was zum Pausenstand von 10:3 führte.

Wie bereits in den vergangenen Begegnungen, zeigte sich Thun zu Beginn der zweiten Halbzeit äusserst schwach und unkonzentriert. Cern startete erneut deutlich besser und fokussierter, konnte durch seine schnelle Spielweise überzeugen und so zum 10:10 ausgleichen. Die Partie war nun äusserst ausgeglichen und auf Messers Schneide. Durch je einen Penaltykick erhöhte sich der Score auf 13:13. Mit zunehmender Spieldauer waren die Thuner immer mehr gefordert. In Anbetracht der Temperaturen und der Anreise mit nur 17 Spielern, stellte sich nun die Frage wie lange sie ihr Niveau halten konnten. Zusätzlich kam nach 60 Minuten eine weitere Herausforderung hinzu. Captain Frank Zumthurm sah sehr unglücklich eine gelbe Karte, was die Berner Oberländer dazu zwang, zehn Minuten in Unterzahl zu agieren. Dies alles wurde dem Team nun zum Verhängnis und so konnte es nicht mehr mit den Genfern mithalten. Cern ging mit zwei Versuchen innerhalb dieser Unterzahlt mit 25:13 in Führung. Konfrontiert mit diesem Rückstand, waren die Gäste gezwungen alles zu investieren in den letzten zehn verbleidenden Minuten. Thun kämpfte, zeigte eine beeindruckende Mentalität und bewies was möglich ist mit einem starken Teamzusammenhalt. Jedoch fehlte einige Male etwas das Wettkampfglück und so reichte es nur noch zu einem Try. Endstand 18:25.

Nach diesem harten Kampf, hat der Rugby TV Thun nun ein Wochenende Spielfrei, bevor es am 27. April zuhause auf der Eigermatte gegen den RC Würenlos weitergeht.

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TV Thun – RC Zug

Thuner siegen weiter

Der Rugby TV Thun gewinnt sein erstes Spiel in der NLC-Promotion, dem Zusammenzug der je drei Besten Teams beider Gruppen der NLC. Die Mannschaft  kontrolliert die Begegnung über 60 Minuten und bezwingt den RC Zug mit 26:16.

Die Gäste starteten etwas besser und setzten die Thuner von Beginn an unter Druck. Diese waren gezwungen auf einen frühen 0:3 Rückstand zu reagieren. Dies taten sie allerdings umgehend. Die Oberländer übernahmen das Spielzepter und drückten die Zuger vermehrt in die eigene 22-Zone zurück. Einige unnötige Fehler verhinderten jedoch vorerst die Punkte. Doch die Gäste konnten sich nicht aus dieser Druckphase befreien. So kam es wie erwartet. Auf Zuspiel von Scrum Half Fabrice Zellweger vollendete Captain Frank Zumthurm zu einem Versuch und stellte auf 7:3. Dieser Try verlieh dem Heimteam nur noch mehr Aufschwung und so konnten es das Spielgeschehen weiter in der Offensivhälfte kontrollieren. Bis zur Pause führten einige Undiszipliniertheiten der Gäste zu Penaltykicks, die Fly Half Louis von Grünigen allesamt verwertete und so die Führung auf 19:6 erhöhte.

Auch nach dem Unterbruch war Thun die etwas bessere Mannschaft. Das Team kontrollierte wie bisher das Spielgeschehen in der Hälfte der Zuger, die jedoch sehr hartnäckig und stark verteidigten. So konnten die Oberländer keine weiteren Punkte erzielen und die Partie blieb weiterhin sehr offen. Nach rund 60 Minuten fing dann die bis anhin sehr souveräne Leistung der Aufsteiger etwas an zu bröckeln. Bei warmen Frühlingstemperaturen war den Thunern die schwindende Energie und Konzentriertheit anzusehen und die Gäste witterten ihre Chance. Die Zentralschweizer zögerten nicht lange und agierten nun sehr Druckvoll. Durch einen Doppelschlag in der 70. und 75. Minute, glücklicherweise mit erfolglosen Conversions, verkürzten die sie auf 16:19. So zeichnete sich eine spannende Schlussphase ab. Die Oberländer reagierten und konnten den Ball in den eigenen Reihen halten und so den Druck von der Defensive fernhalten. Nicht nur das. Die Thuner schöpften nochmals Energie und so entschied Lock Philip Schnyder mit einem Try in letzter Minute das Spiel.

Durch diesen etwas unerwarteten Sieg der Thuner überholt das Team den RC Zug und befindet sich nun, hinter Cern und Bern, auf dem sehr starken Rang drei der NLC-Promotion. Nächste Woche hat Thun also nun die Chance auswärts in Genf gegen den RC Cern Meyrin Platz zwei anzugreifen.

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OC Monthey – TV Thun


Dominanter Auftritt

Der Rugby TV Thun zeigt eine herausragende Teamleistung und deklassiert auswärts den Absteiger RC Monthey deutlich mit 52:0.

Unter der Erwartung, dass das Spiel hart umkämpft und eine Herausforderung werden wird, starteten die Thuner von Beginn an sehr konzentriert und fokussiert. Von der ersten Minute an setzten sie den Wallisern ihren Spielstil auf und dominierten sofort. So brachte Hooker Danilo Schober die Gäste nach nur 6 Minuten mit einem Try in Führung. Die bestens vorbereiteten Berner Oberländer liessen nicht nach und drückten sofort weiter. Monthey war komplett überfordert mit der Spielweise Thuns und kassierten so nach einer Viertelstunde die nächsten Punkte. Mit einem Doppelschlag durch die beiden Center Mike Koller und Simone Tabaki erhöhten die Oberländer auf 21:0. Das Heimteam schien dadurch etwas geschockt und konnte weiterhin keinen Weg in die Partie finden. Die Thuner wiederum setzten ihren Spielplan gnadenlos um. Ein breites und schnelles Spiel über die Backs, wie auch die Forwards ermöglichten es ihnen Linebreak um Linebreak zu erzwingen und dadurch Meter um Meter zu erlaufen. Das Team spielte nahezu fehlerfrei und konnte bis zur Pause durch zwei weitere Trys (Aaron Schranz, Ramon Zehnder) auf satte 33:0 erhöhen.

Auch nach der Pause verlief die Begegnung in einem ähnlichen Stil weiter. Den Gästen gelang es sofort wieder den Ball in den eigenen Reihen zu behalten und dadurch die Walliser zur Verzweiflung zu bringen. Erneut war es Center Mike Koller, der nicht zu stoppen war und so sofort nach Wiederbeginn den nächsten Versuch erzielte. Doch nun wurden auch die Thuner zunehmend müder und unkonzentrierter. Das Geschehen präsentierte sich nun vermehrt ausgeglichener und Monthey, zeigte trotz aussichtslosem, Spielstand einen starken Kampfgeist. Nichtsdestotrotz konnten die Gäste das Momentum auf ihrer Seite behalten und weiter dominieren. Scrum Half Fabrice Zellweger erhöhte nach rund 60 Minuten auf 45:0. Unter doch schon sehr warmen Frühlingstemperaturen war allen Spielern nun die Ermüdung anzusehen. Die letzten 20 Minuten waren ein harter Kampf. Beide Mannschaften begegneten sich nun auf Augenhöhe und die Walliser drückten vehement auf die ersten Punkte. Doch die Thuner Defensive hielt stand und konnte die Null halten. Nicht nur das, sondern auch für den Schlusspunkt waren die Gäste verantwortlich. Schließlich setzte Aaron Schranz mit seinem zweiten Try den Schlusspunkt und besiegelte das Endresultat von 52:0.

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TV Thun – RC St. Gallen

Thun legt nach

Der Rugby TV Thun beweist auch zuhause seine starke Form und setzt sich gegen den Rugby Club St. Gallen mit 38:17 durch.

Thun startete stark und setzte die Gäste sofort unter Druck. Obwohl die Effizienz anfangs noch fehlte, gelang es ihnen nach knapp 10 Minuten, den ersten Try zu erzielen. Simione Tabaki vollendete einen schönen und schnellen Vorstoß über die Backs. Die Oberländer konnten den Druck hochhalten, einige unnötige Fehler verhinderten jedoch ein dominantes Auftreten. Louis von Grünigen konnte zwar vorerst mit zwei Penaltykicks auf 11:0 erhöhen, daraufhin drehten die St. Galler allerdings etwas auf und verkürzten ebenfalls mit einem Penaltykick auf 3:11. Es war klar zu sehen, dass die Gastgeber in der Offensive, durch das schnelle Spiel über die Backs, überlegen agierten. Jedoch konnte das Team diese Überlegenheit viel zu wenig ausnützen. Ein starker Linebreak von Center Simione Tabaki bot schlussendlich die Vorlage zum Try von Fly Half Louis von Grünigen zum 18:3. Doch dann knickten die Thuner vor der Pause etwas ein und die Ostschweizer zeigten ihre Klasse. Das Heimteam nahm es zu locker und sofort geriet es unter Druck. Kurz vor der Pause verkürzten die St. Galler durch einen Try auf 10:18 und das Spiel war wieder offen.

Unmittelbar nach Wiederbeginn waren die Oberländer darauf bedacht, das Zepter wieder in die eigenen Hände zu nehmen, doch vorerst blieb es eine ausgeglichene Begegnung. Zunehmend konnte Thun dann wieder von der Überlegenheit in den Backs profitieren. Ein Chipkick über die Defense, gefangen und zum Try vollendet von Till Schmidt führte zu einer wieder etwas komfortableren Führung für die Gastgeber. Leider gestaltete sich das Spiel auch in der zweiten Halbzeit sehr fehleranfällig auf beiden Seiten, was zu vielen Unterbrüchen führte und einen sauber Spielfluss verhinderte. Die Thuner profitierten jedoch immer mehr von ihrer Überlegenheit und besseren Fitness in den Hinterreihen. So erhöhte der eingewechselte Center Brandon Wild mit einem Doppelpack innerhalb von zehn Minuten auf 33:10. Die St. Galler zeigten jedoch Wille und gaben nicht auf. Sie konnten die Oberländer erneut mehrfach in die Defensive drängen und in einer Druckphase agieren. Die Thuner Defensive, die bereits das ganze Spiel etwas unter den Erwartungen blieb, konnte nicht reagieren und musste noch einmal einen Try und damit sieben Punkte zulassen. Doch das verunsicherte das Heimteam nicht. Simione Tabaki brach die Hoffnung der Gäste mit seinem zweiten Try etwa 15 Minuten vor Schluss. Dann vegetierte die Partie etwas vor sich hin. Viele Unterbrüche führten zu einem etwas unattraktiven Spiel und so vergingen die letzten Minuten sehr ereignislos.

Obwohl das Team nicht überzeugend spielte, gewann es dennoch deutlich und festigte seinen Platz 2 in der Liga. Nächste Woche muss Thun wieder auswärts ran, gegen den Absteiger RC Monthey wird die Mannschaft gefordert sein.

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ASR Morges – TV Thun

Geglückter Rückrundenstart

Der Rugby TV Thun ist optimal in die zweite Hälfte der Saison gestartet. Mit einem 31:15 Auswärtssieg gegen den direkten Konkurrenten AS Morges erkämpft sich das Team Platz zwei.

Die Thuner starteten etwas nervös in die Begegnung und befanden sich in den ersten zehn Minuten stark unter Druck. Doch die Defensive zeigte sich stabil genug, sodass die Waadtländer, auch aufgrund fehlender Effizienz ihrerseits, keinen großen Profit aus dieser Anfangsphase schlagen konnten und deshalb „nur“ durch einen Penaltykick mit 3:0 in Führung gingen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kamen die Oberländer nun immer besser in die Partie und man merkte schnell, dass sie in der Offensive Morges überlegen waren. Doch auch bei Thun funktionierte nicht alles wunschgemäß und so vergingen 30 Minuten, bis das Team die ersten Punkte erzielen konnte. Ein Chipkick über die Defensivlinie von Fly Half Louis von Grünigen, vollendete Center Simione Tabaki mit dem ersten Try. Die Thuner traten nun um einiges selbstbewusster auf und die Spielfreude war zu sehen. Der Druck auf die Gastgeber nahm zu und kurz vor der Pause erhöhte Captain Frank Zumthurm, nach sehr schöner Vorarbeit von Scrum Half Fabrice Zellweger, mit einem Try auf den Pausenstand von 14:3.

Wie schnell es im Rugbysport gehen kann, zeigten die ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit. Die Oberländer waren komplett von der Rolle und wurden von den Waadtländern überrumpelt, als wäre ein anderes Team auf dem Feld. Die Thuner agiert nun komplett verunsichert und unentschlossen und kassierten so in den ersten zehn Minuten zwei Versuche und gerieten dadurch mit 14:15 in Rückstand. Erneut schien die Mannschaft einen Vorsprung gegen Morges zu verspielen. Doch dann zeigte sie eine starke Reaktion. Thun kämpfte sich erneut in die Partie zurück und erhöhte den Druck. Durch einen schönen Angriff über die Backs, stellte Winger Grigorj Reber mit seinem ersten Versuch für Thun die Führung wieder her. Darauf folgte eine lange ausgeglichene Phase, wobei der Gast einige gute Feldpositionen nicht ausnutzen konnten.  Fünf Minuten vor Schluss erhöhte Louis von Grünigen mit einem Penaltykick auf 24:15. Nun war Morges gezwungen, zweimal zu punkten. Der Druck von Morges nahm nochmals zu, doch dank eines wunderschönen Versuchs, nach einer Interception innerhalb der eigenen 22-Linie, bescherte Man of the Match Grigorj Reber den Thunern sogar noch den Bonuspunkt, was zugleich der Schlusspunkt der Begegnung bedeutete.

Nächsten Samstag geht es für das Team mit einem Heimspiel gegen St. Gallen weiter. Ein Sieg ist Pflicht.

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TV Thun – ASR Morges

Dramatisches Unentschieden gegen letztjährigen Finalgegner

Gegen den letztjährigen Finalgegner und ebenfalls Aufsteiger AS Rugby Morges verspielt der Rugby TV Thun zu Hause kurz vor Schluss eine Führung und muss dadurch mit einem Unentschieden (19:19) vorliebnehmen.

Die Mannschaft startete, wie gewohnt aus der vergangenen Spielzeit, äusserst druckvoll. Bereits in der sechsten Minute gelang Hooker Danilo Schober mit einem entschlossenen Vorstoss der erste Versuch. Daraufhin blieben die Oberländer überlegen und setzen den Gast weiter unter Druck. Nach rund zehn Minuten erhöhte Fly Half Louis von Grünigen durch einen Strafkick auf 10:0. Obwohl Thun das Spiel kontrollierte, schlichen sich mit zunehmender Spieldauer unnötige Fehler ein und so fand Morges nach anfänglichen Schwierigkeiten einen Weg in die Begegnung. Zudem verhalf die Undiszipliniertheit Thuns und die daraus resultierenden Penaltys Morges viel Raum und wenig später auch zu zwei erfolgreichen Penaltykicks. Das Geschehen blieb weiterhin ausgeglichen und obwohl ein Versuch von Aaron Schranz, bedauerlicherweise durch eine Schiedsrichterbehinderung, aberkannt wurde, erhöhte Louis von Grünigen mit einem weiteren Strafkick noch vor der Pause auf 13:6.

Die zweite Halbzeit begann zerhackt und war geprägt von zahlreichen Unterbrüchen. Die Defensivreihen blieben stabil, Strafpenaltys dominierten erneut das Geschehen und so konnten beide Teams nur durch Kicks ihre Punkte erzielen. Man bekam den Eindruck, dass die Oberländer das Spiel kontrollieren könnten, doch viel zu oft standen sie sich selbst im Weg und schöpften dadurch nicht ihr ganzes Potential aus. So bliebt das Spiel weiterhin spannend. Zehn Minuten vor Schluss schien Thun mit einer Führung von 19:12 auf Kurs zu sein. Doch durch die bereits angesprochene Undiszipliniertheit und die steigende Unruhe, sah sich die Mannschaft mit einer Druckphase konfrontiert. Die Waadtländer nützen ihre Chance und glichen das Spiel kurz vor Schluss durch einen Versuch mit anschliessender präziser Conversion aus. Allerdings war dies nicht der Schlusspunkt. Als letzte Aktion bekam Fly Half Louis von Grünigen mit einem schwierigen Penaltykick die Chance die Partie zu entscheiden. Der Ball flog jedoch Zentimeter am Ziel vorbei und die Partie endete 19:19 unentschieden.

Der Rugby TV Thun hat nun zwei Wochenende Spielfrei. Die Erholungszeit will das Team nun nützen um am 21. Oktober, auswärts gegen St. Gallen, wieder auf den Siegeszug aufsteigen zu können.

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