Liga: NLD

NLD west/ost + NLD Finalrunde

Rugby Lugano – TV Thun

Starke Reaktion nach schwierigem Start – Thun fordert Serienmeister Lugano

Der Rugby TV Thun ist mit einer 33:52-Niederlage gegen den amtierenden NLB-Meister RC Lugano in die neue Saison gestartet. Das Resultat fiel am Ende deutlich aus, doch insbesondere nach einem schwierigen Beginn zeigten die Berner Oberländer eine starke Reaktion und bewiesen, dass sie in der zweithöchsten Schweizer Liga durchaus mithalten können.

Der Start in die Partie verlief für den NLB-Aufsteiger allerdings alles andere als nach Wunsch. Die Gastgeber aus dem Tessin legten von Beginn weg ein enorm hohes Tempo vor und setzten Thun mit aggressiver Offensive und kraftvollen Runs unter Druck. Die Gäste aus dem Berner Oberland wirkten in der Verteidigung zunächst zu wenig organisiert, während auch die Tackles nicht konsequent genug gesetzt wurden. Der erfahrene Serienmeister nutzte dies eiskalt aus und legte bereits in den ersten 15 Minuten drei Versuche zum 19:0. Die Thuner liessen sich vom frühen Rückstand jedoch nicht aus dem Konzept bringen und fanden mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie. Der Ball konnte nun länger in den eigenen Reihen gehalten werden und insbesondere mit Ball zeigte der Aufsteiger seine Qualitäten. Mehrere starke Phasen und gutes Zusammenspiel sorgten erstmals für Raum in der Tessiner Defensive. Adam Jones nutzte diesen schliesslich und erzielte den ersten Thuner Versuch der neuen NLB-Saison Nach einem groben High Tackle sah ein Lugano-Spieler zudem eine 20-Minuten-Rote Karte, wodurch die Thuner bis zur Pause in Überzahl agieren konnten. Kapital konnten die Gäste daraus allerdings nur bedingt schlagen. Zu häufig war man erneut mit Defensivarbeit beschäftigt und Lugano blieb mit seinen direkten, physischen Angriffen gefährlich. Zwei weitere Versuche der Tessiner sorgten für den deutlichen Pausenstand von 33:7.

Starke zweite Halbzeit der Berner Oberländer

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ganz anderes Bild. Thun erwischte einen Blitzstart, eroberte direkt nach dem Kick-off den Ball und setzte Lugano sofort unter Druck. Nach einem kurz gespielten Lineout war es Hooker Danilo Schober, der sich durchsetzen und zum zweiten Thuner Versuch des Tages ablegen konnte. Spätestens jetzt war der Aufsteiger in der NLB angekommen. Die Partie gestaltete sich deutlich ausgeglichener und Thun konnte den Meister immer wieder mit schnellen Angriffen und mehreren guten Phasen unter Druck setzen. Zunächst war es allerdings Lugano, das seine Stärke im Paket ausspielte und nach einem Maul auf 38:14 erhöhte. Die Antwort der Gäste folgte wenig später. Nach mehreren schnellen Phasen fand Thun erneut die Lücke in der Tessiner Defensive. Jonathan Schoch krönte eine starke Angriffssequenz und erzielte gleich in seinem ersten Spiel für den Rugby TV Thun seinen ersten Versuch im Thuner Trikot. Lugano zeigte danach jedoch, weshalb die Mannschaft seit Jahren zu den stärksten Teams der Liga gehört. Innerhalb von rund zehn Minuten gelangen den Tessinern zwei weitere Versuche. In einigen Situationen reagierte die Thuner Defensive einen Moment zu spät und konnte der Physis der Gastgeber nicht genügend entgegensetzen.

Die letzten 20 Minuten gehörten dafür nochmals den Berner Oberländern. Trotz des deutlichen Rückstands steckte das Team nicht auf, spielte mit viel Freude weiter nach vorne und wurde dafür belohnt. Nach einem sehenswerten Spielzug der Backline konnte der eingewechselte Flügel Nico Kyburz in die gegnerische Endzone einlaufen. Es war der vierte Thuner Versuch des Tages – und damit gleichzeitig der wichtige Offensiv-Bonuspunkt. Auch danach liessen die Kräfte beim Aufsteiger nicht nach. Im Gegenteil: Mit mehreren starken Phasen und einer guten Fitness gelang es den Thunern, den Serienmeister in der Schlussphase nochmals unter Druck zu setzen. Praktisch mit dem Schlusspfiff fand der Ball schliesslich den ebenfalls eingewechselten Center Mike Koller, der den fünften Thuner Versuch zum 33:52-Schlussresultat erzielte.

So blieb am Ende zwar eine Niederlage zum Saisonauftakt, gleichzeitig aber auch viel Positives. Nach dem schwierigen Start steigerte sich Thun deutlich und konnte die zweite Halbzeit gegen den amtierenden Meister sogar für sich entscheiden. Fünf eigene Versuche und ein Offensiv-Bonuspunkt zeigen zudem, dass sich die Thuner auch eine Liga höher keineswegs verstecken müssen. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Bereits am kommenden Samstag wartet auf den Rugby TV Thun ein erster Saisonhöhepunkt: Im Berner Derby treffen die Oberländer auswärts auf den RC Bern.

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LNC-Finale: TV Thun – RC Würenlos

Rugby TV Thun krönt starke Saison mit Meistertitel und Aufstieg in die NLB

Der Rugby TV Thun hat sich am Schweizer Final Day in Yverdon den Meistertitel der Nationalliga C gesichert. Die Berner Oberländer bezwangen den RC Würenlos im Final mit 20:11 und steigen damit erstmals in die Nationalliga B auf.

Die Anspannung war beiden Mannschaften von Beginn an deutlich anzumerken. Zahlreiche Ballhandlingfehler auf beiden Seiten führten zu einer Vielzahl von Scrums und verhinderten einen flüssigen Spielfluss. Besonders im Gedränge hatten die Thuner in der ersten Halbzeit grosse Mühe. Die Aargauer dominierten die Scrums und kamen dadurch deutlich häufiger in Ballbesitz.

Trotz ihrer Feldüberlegenheit gelang es dem RC Würenlos jedoch kaum, daraus Kapital zu schlagen. Die Defensive des Rugby TV Thun arbeitete konsequent und liess nur wenige gefährliche Situationen zu. Gleichzeitig fehlte den Oberländern in ihren seltenen Offensivaktionen die nötige Geduld. Hektische Entscheidungen und Ungenauigkeiten verhinderten, dass sie ihr Angriffsspiel entfalten konnten. So blieb die erste Halbzeit weitgehend ereignisarm. Ein Penaltykick in der 12. Minute brachte Würenlos mit 3:0 in Führung – dabei blieb es bis zur Pause.

Die zweite Halbzeit begann dann mit einem Paukenschlag. Direkt nach dem Wiederanpfiff gelang es Thun, den Ball nach dem eigenen Kick-off zurückzuerobern. Nach mehreren gut gespielten Phasen fand Man of the Match Aaron Schranz die Lücke in der Verteidigung und legte den ersten Try der Partie. Die erfolgreiche Erhöhung brachte die Thuner mit 7:3 in Front.

Die Antwort der Würenloser liess jedoch nicht lange auf sich warten. Kurz nach dem anschliessenden Kick-off verlor Thun erneut den Ball, was die Aargauer konsequent ausnutzten. Mit einem Gegenangriff erzielten sie ihren ersten Try und gingen nach nur zehn gespielten Minuten der zweiten Halbzeit wieder mit 8:7 in Führung.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch. Die Thuner fanden zunehmend besser ins Spiel und konnten den zuvor unterlegenen Scrums deutlich mehr Stabilität verleihen. Dadurch kamen auch die Oberländer vermehrt zu Ballbesitz und konnten ihre offensiven Qualitäten zeigen. Zunächst erhöhte Würenlos mittels Penaltykick auf 11:7, ehe Fly-Half Louis von Grünigen wenig später ebenfalls per Straftritt auf 10:11 verkürzte.

Die Partie war nun völlig ausgeglichen. Während Thun immer wieder gefährliche Angriffe lancierte, fehlte im entscheidenden Moment zunächst noch die letzte Konsequenz. Zusätzlichen Widerstand mussten die Oberländer in der 60. Minute überwinden, als Scrum-Half Fabrice Zellweger nach einem High Tackle für zehn Minuten auf die Strafbank geschickt wurde. Trotz Unterzahl hielt die Thuner Defensive dem Druck der Aargauer stand. Auf der anderen Seite wurden die Würenloser offensiv zunehmend harmloser. Rund zehn Minuten lang lieferten sich beide Teams einen intensiven Kampf um jeden Meter, ohne dass weitere Punkte fielen.

Acht Minuten vor Schluss folgte dann die spielentscheidende Szene. Kurz zuvor hatte Thun einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen: David Kension sah nach einem Late Tackle die zweite Gelbe Karte des Spiels, sodass die Berner Oberländer die Schlussphase erneut in Unterzahl bestreiten mussten.

Gerade in dieser schwierigen Phase zeigte der Rugby TV Thun jedoch grosse Moral. Nach mehreren geduldig aufgebauten Phasen setzte sich Simone Tabaki mit einem kraftvollen Durchbruch durch die Verteidigung und legte den entscheidenden Try zur 17:11-Führung für Thun. Nur drei Minuten später sorgte Louis von Grünigen mit einem weiteren Penaltykick für die Vorentscheidung und erhöhte auf 20:11.

Würenlos fand in der Schlussphase keine Antwort mehr auf die nun souverän auftretenden Thuner. Obwohl die Oberländer die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten mussten, liess die Defensive nichts mehr anbrennen und brachte den Vorsprung sicher über die Zeit.

Mit dem 20:11-Erfolg sichert sich der Rugby TV Thun verdient den Meistertitel der Nationalliga C. Nach einer starken Saison belohnen sich die Oberländer damit nicht nur mit dem Titelgewinn, sondern auch mit dem historischen Aufstieg in die Nationalliga B.

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TV Thun – RC CERN Meyrin St. Genis

Thun zieht mit verdientem Sieg ins Finale der NLC ein

Das Rückspiel der Halbfinalserie in der NLC zwischen dem Rugby TV Thun und dem Rugby Club Cern endete mit einem 29:17-Sieg für die Gastgeber. Nachdem die Berner Oberländer das Hinspiel in der Westschweiz mit 44:31 gewonnen hatten, gingen sie mit einem kleinen, aber wichtigen Polster in das Rückspiel. Der Erfolg vor heimischem Publikum sicherte Thun den Finaleinzug, wo sie am 30. Mai in Yverdon auf den RC Würenlos treffen werden.

Die Partie begann jedoch alles andere als nach Wunsch für die Thuner. Die Gäste aus der Westschweiz hatten zu Beginn mehr vom Spiel und kontrollierten das Geschehen über weite Strecken mit viel Ballbesitz. Thun wirkte ähnlich wie in der Schlussphase des Hinspiels etwas undiszipliniert und fand nur schwer in den eigenen Rhythmus. Cern nutzte diese Phase, erhöhte kontinuierlich den Druck und kam nach rund 15 Minuten zum ersten Erfolgserlebnis: Nach mehreren druckvollen Phasen durchbrachen die Genfer die Thuner Defensive und gingen mit einem Try in Führung.

Doch die Antwort des Heimteams ließ nicht lange auf sich warten. Mit zunehmender Spieldauer gelang es den Berner Oberländern immer besser, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und Struktur in ihr Angriffsspiel zu bringen. Dabei wurde schnell ersichtlich, dass Thun offensiv über klare Vorteile verfügte. Nach rund 20 Minuten war es schließlich Center Simione Tabaki, der nach mehreren gut aufgebauten Phasen mit konsequentem Raumgewinn die Lücke fand und den ersten Try für die Gastgeber erzielte. Die Partie kippte nun zunehmend zugunsten der Thuner. Rund zehn Minuten später setzte Fly Half Louis von Grünigen zum nächsten Nadelstich an, durchbrach die Defensivlinie der Gäste und erhöhte mit seinem Try – inklusive erfolgreicher Erhöhung – auf 14:5.

Trotz einer gelben Karte gegen David Kenison und einer entsprechenden Unterzahlphase zeigte sich die Defensive der Thuner stabil. Die Gäste konnten daraus keinen weiteren Profit schlagen, sodass die Gastgeber ihre Führung bis zur Pause behaupteten.

Der Start in die zweite Halbzeit gelang Thun dann nach Maß. Mit einem sehenswerten Angriff über die Backline brachten sie die Cern-Defensive früh ins Wanken. Erneut war es Simione Tabaki, der sich kraftvoll durchsetzte, mehrere Verteidiger stehen ließ und seinen zweiten Try des Tages erzielte. Cern blieb jedoch hartnäckig und profitierte weiterhin von Undiszipliniertheiten auf Seiten der Thuner. Eine weitere gelbe Karte brachte den Gästen zusätzlichen Raum, den sie zu nutzen wussten. Sie verkürzten den Rückstand auf 19:12 und hielten die Partie damit offen.

Dennoch zeigte sich immer wieder ein klares Bild: Sobald Thun im Ballbesitz war und ihr strukturiertes Angriffsspiel durchziehen konnte, erspielten sie sich konsequent Raumgewinn und setzten die Gäste unter Druck. Louis von Grünigen sorgte mit einem Penaltykick für etwas Luft und erhöhte auf 22:12. Wenig später fiel dann die Vorentscheidung: Nach einem schnell vorgetragenen Angriff war es Scrum Half Grigorj Reber, der die Lücke erkannte und den vierten Try für die Gastgeber erzielte. Mit dem Zwischenstand von 29:12 war die Partie weitgehend entschieden.

In den letzten zwanzig Minuten ließ die Intensität auf beiden Seiten etwas nach. Cern gelang zwar noch eine Resultatkosmetik zum 29:17, doch ernsthaft in Gefahr geriet der Thuner Sieg nicht mehr.

Mit dem zweiten Erfolg in dieser Halbfinalserie bestätigt der Rugby TV Thun seine starke Form und zieht verdient ins Finale der NLC ein. Trotz phasenweiser Undiszipliniertheiten überzeugten die Berner Oberländer vor allem im Angriffsspiel und zeigten, warum sie zu den stärksten Teams der Liga gehören.

Am 30. Mai wartet in Yverdon mit dem RC Würenlos nun die letzte Herausforderung der Saison – mit dem klaren Ziel, den Meistertitel nach Thun zu holen.

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RC CERN Meyrin St. Genis – TV Thun

Gute Ausganslage trotz unglücklicher Schlussphase

Im Hinspiel des NLC-Halbfinals setzte sich der Rugby TV Thun auswärts gegen den Rugby Club CERN durch – und legte dabei über weite Strecken den Grundstein für den möglichen Finaleinzug. Trotz einer dominanten Vorstellung der Berner Oberländer blieb den Gästen am Ende ein kleiner Wermutstropfen.

Die Partie begann zunächst mit Druck der Gastgeber. Die Genfer drängten Thun in den eigenen 22-Meter-Raum zurück, doch dank klugem Kickspiel gelang es den Gästen, sich immer wieder zu befreien und das Spielgeschehen zu beruhigen. Kaum hatten die Thuner erstmals selbst längere Ballbesitzphasen, schlugen sie eiskalt zu: Fly-Half Louis von Grünigen eröffnete das Skore per Penaltykick, ehe nur wenige Minuten später Simione Tabaki nach einer sehenswerten Angriffsphase zum ersten Versuch eintauchte. Nach gerade einmal sechs Minuten führten die Gäste mit 10:0. Obwohl die Berner Oberländer das Spielgeschehen kontrollierten, kam CERN aus dem Nichts zum Anschluss. Ein geschickt ausgeführter Chip- und Chase-Kick führte in der 15. Minute zum ersten Versuch der Westschweizer. Doch die Antwort der Gäste liess nicht lange auf sich warten: Nur drei Minuten später setzte Thun zum direkten Gegenschlag an. Flügel Brandon Wild nutzte den Raum auf der Aussenbahn konsequent aus und stellte mit seinem Versuch in der 18. Minute den alten Abstand wieder her.

In der Folge blieben die Gäste klar tonangebend. Immer wenn der Ball schnell über die Hintermannschaft lief, wurde es brandgefährlich – beinahe jeder Angriff führte zu einem Durchbruch durch die gegnerische Linie. Ryan Hogan sowie erneut Brandon Wild sorgten für weitere Punkte und bauten die Führung kontinuierlich aus. Kurz vor der Pause setzte Thun dann noch ein echtes Highlight: Ein präziser Chip-Kick von Tabaki über die Defensivlinie, von Brandon Wild geschickt weitergeleitet, fand schliesslich den Weg zu Fullback Ramon Zehnder, der sicher in der Endzone ablegte. Mit einer komfortablen 32:7-Führung ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste jedoch einen Kaltstart. Ein geblockter Kick fiel den Genfern in die Hände, die diese Gelegenheit konsequent nutzten und bis in die Endzone durchliefen. Trotz dieses Rückschlags liess sich Thun nicht aus dem Konzept bringen. Die Gäste blieben spielbestimmend, auch wenn zu viele Ballverluste zunächst weitere Punkte verhinderten. Erst ein sauber ausgespielter Angriff über mehrere Stationen der Hintermannschaft brachte wieder Zählbares: Mit starkem Ballhandling wurde die Defensive der Gastgeber auseinandergezogen, und Danilo Schober erhöhte auf 37:14. Zwar gestaltete sich das Spiel in der Folge etwas ausgeglichener, doch bis zur 70. Minute konnten beide Teams noch je einen Versuch erzielen – 44:19 für die Gäste. Die Schlussphase verlief dann allerdings alles andere als nach Wunsch für Thun. Kaum noch Ballbesitz und zunehmende Undiszipliniertheiten verschafften den Genfern viel Raum. Die Gastgeber nutzten diese Phase konsequent aus und kamen in den letzten zehn Minuten noch zu zwei weiteren Versuchen. Damit verkürzte CERN das Schlussresultat auf 44:31 und hielt seine Hoffnungen für das Rückspiel am Leben.

Trotz dieses unglücklichen Endspurts verschafft sich der Rugby TV Thun eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Samstag in Thun Süd. Über weite Strecken zeigte das Team klar, wer die bessere Mannschaft ist – und untermauerte seine Ambitionen auf den Finaleinzug.

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RC Biel – TV Thun

Klarer Pflichtsieg zum Abschluss der regulären Saison

Der Rugby TV Thun wird seiner Favoritenrolle im letzten Spiel der regulären Saison in der NLC Ost vollauf gerecht und feiert auswärts bei der Entente Biel/Solothurn einen ungefährdeten 73:0-Erfolg. Die Berner Oberländer dominieren die Partie über die gesamten 80 Minuten und setzen damit ein deutliches Ausrufezeichen vor der anstehenden Halbfinalrunde.

Die Gäste aus Thun starteten druckvoll in die Partie und fanden früh zu ihrem schnellen, dynamischen Angriffsspiel. Immer wieder durchbrachen die Favoriten mit sehenswerten Linebreaks die Defensive der Gastgeber, doch zunächst fehlte noch die letzte Konsequenz im Abschluss. Erst nach rund zehn Minuten war es Flügel Brandon Wild, der den Bann brach und den ersten Versuch des Spiels legte.

In der Folge übernahm Thun endgültig die Kontrolle. Die Entente Biel/Solothurn konnte zwar vereinzelt Akzente setzen, blieb jedoch in der gegnerischen Hälfte zu harmlos, um die kompakte Defensive der Berner Oberländer ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Auf der anderen Seite nutzten die Gäste die zunehmend grösser werdenden Lücken konsequent aus. Bis zur Pause erhöhten Ramon Zehnder (2), Aaron Schranz und Ignacio Cantu mit weiteren Versuchen auf eine komfortable 33:0-Führung – ein Spielstand, der die Kräfteverhältnisse klar widerspiegelte.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Thun blieb spielbestimmend und erhöhte durch frische Kräfte von der Bank nochmals das Tempo. Biel/Solothurn fand offensiv kaum noch Mittel, während die Gäste weiter Punkt um Punkt sammelten. Colin Schluechter und Fabrice Zellweger bauten die Führung bis zur 50. Minute auf 47:0 aus.

Mit zunehmender Spieldauer schwanden beim Heimteam die Kräfte merklich. Dies nutzte Thun eiskalt aus: Adam Jones setzte zu einem spektakulären Lauf an und durchquerte die gesamte Defensive der Entente nahezu unberührt zum nächsten Versuch. Trotz aufopferungsvollem Kampf bis zum Schluss konnte Biel/Solothurn dem Druck nicht mehr standhalten. Weitere Tries durch David Kenison, Danilo Schober und Mike Koller besiegelten schliesslich den deutlichen 73:0-Auswärtssieg der Gäste.

Mit diesem Erfolg beendet der Rugby TV Thun die reguläre Saison souverän auf dem ersten Platz der NLC Ost. Nun richtet sich der Fokus auf die Halbfinals: In zwei Wochen treffen die Berner Oberländer auswärts in Genf auf Rugby CERN, den Zweitplatzierten der NLC West. Dort will sich das Team eine optimale Ausgangslage für das Rückspiel erarbeiten

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TV Thun – RC St. Gallen

Pflichtsieg ohne Glanz

Der Rugby TV Thun hat im zweiten Spiel der Rückrunde in der NLC Ost einen 29:15-Heimsieg gegen den Rugby Club St. Gallen eingefahren. Gegen die Ostschweizer wurden die Berner Oberländer ihrer Favoritenrolle zwar resultattechnisch gerecht, liessen spielerisch jedoch über weite Strecken die gewünschte Souveränität vermissen.

Bei garstigem Wetter entwickelte sich auf dem Kunstrasen Thun Süd von Beginn weg ein zähes Spiel. Beide Teams fanden nur schleppend in die Partie, wobei die Gastgeber erst nach rund sieben Minuten erstmals offensiv Akzente setzen konnten. Dann allerdings gleich erfolgreich: Nach einer einfachen Kombination über die Backline nutzte Center Antonio Branquinho eine Lücke in der Defensive der Ostschweizer und legte zum 7:0 ab. In der Folge verpasste es das Heimteam jedoch, das Spiel früh zu kontrollieren. Zu undiszipliniert agierten die Thuner in den Rucks, verloren wiederholt den Ball und damit wertvolles Terrain. St. Gallen nutzte dies eiskalt aus und verkürzte mittels Penaltykick auf 3:7. Erst nach gut 25 Minuten fanden die Favoriten wieder besser ins Spiel. Erneut war es die Hintermannschaft, die eine Schwachstelle in der gegnerischen Defensive aufdeckte. Allen Jörimann vollendete den Angriff souverän zum zwischenzeitlichen 14:3.

Doch anstatt nun die Partie zu dominieren, blieb Thun unter den Erwartungen. Zu gering war der Ballbesitz, zu fehleranfällig das eigene Spiel. Auch defensiv fehlte es den Gastgebern phasenweise an Konsequenz und Intensität. So kamen die Gäste aus der Ostschweiz nochmals heran und verkürzten auf 10:14. Kurz vor der Pause konnte Thun aber nochmals reagieren: Adam Jones erhöhte nach geduldigem Phasenspiel auf 19:10 – gleichzeitig der Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Die spielerische Überlegenheit der Berner Oberländer blieb Stückwerk. Zu viele einfache Fehler und weiterhin unsaubere Rucks verhinderten einen klaren Spielaufbau. St. Gallen blieb dadurch im Spiel und kam nochmals auf 15:19 heran – plötzlich geriet der Favorit unter Druck. Erst eine stärkere Phase im letzten Drittel brachte die Entscheidung. Der eingewechselte Brandon Wildsorgte mit einem Try für etwas Luft, ehe kurz darauf Louis von Grünigen per Penaltykick auf 29:15 erhöhte. Wer jedoch auf eine dominante Schlussphase gehofft hatte, wurde enttäuscht. Thun gelang es erneut nicht, den Schwung mitzunehmen. Die Partie verflachte zusehends und blieb bis zum Schlusspfiff weitgehend ereignislos.

So steht am Ende ein verdienter, aber glanzloser 29:15-Erfolg für das Heimteam. Die Berner Oberländer sichern sich damit zwar den erwarteten Pflichtsieg inklusive Bonuspunkt, wissen jedoch, dass in den kommenden Spielen eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein wird.

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TV Thun – RC Zug

Schwungvoller Start in die Rückrunde

Der Rugby TV Thun ist mit einem starken Auftritt in die Rückrunde der NLC Ost gestartet. Im Heimspiel gegen den Rugby Club Zug setzen sich die Berner Oberländer mit 41:20 durch und festigen damit ihre Leaderposition.

Zu Beginn entwickelte sich ein umkämpftes Spiel. Das Heimteam stand unter Druck in der eigenen Zone, konnte sich aber mit cleverem Kicking Game und starken Ballträgen aus der Bedrängnis befreien und die ersten Akzente im Angriff setzen. Mehrfach arbeiteten sich die Gastgeber mit sehenswerten Linebreaks tief in die Hälfte der Gäste vor, doch kurz vor der Mallinie schlichen sich immer wieder Handling Errors und Unkonzentriertheiten ein. So blieben die ersten Versuche aus, und beide Teams kamen einzig per Penaltykick aufs Scoreboard. Trotz klarer Feld- und Ballbesitzvorteile für die Mannschaft aus dem Berner Oberland stand es zur Pause lediglich 3:3.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber dann los wie die Feuerwehr. Die Angriffe wurden nun konsequenter zu Ende gespielt, die Laufwege stimmten, und der Ball lief schnell durch die Hände der Backline. Center Mike Koller durchbrach kurz nach Wiederanpfiff die Verteidigungslinie der Innerschweizer und legte den ersten Try des Spiels – das Eis schien gebrochen. Beflügelt von der Führung drückten die Berner Oberländer weiter aufs Tempo. Über die Aussen kam immer mehr Gefahr auf: Flügel Allen Jörimann setzte sich mit einem sauberen Finish durch und erhöhte. Kurz darauf schien ein Lineout bereits verloren, doch der eingewechselte Debütant Ryan Hogen reagierte am schnellsten, eroberte den Ball zurück und vollendete seinen ersten Einsatz im Thuner Dress gleich mit einem Versuch. Mit einer 24:3-Führung schien die Partie vorentschieden, doch die Gäste steckten nicht auf. Die Innerschweizer nutzten eine Phase nachlassender Defensivarbeit der Gastgeber und verkürzten mit einem Try und einem Penaltykick auf 24:13. Thun hatte kurzzeitig Mühe, die Verteidigungslinie kompakt zu halten, blieb aber offensiv klar spielbestimmend.

In der Folge kontrollierte das Heimteam wieder vermehrt Ball und Raum. Nach unorganisierter Zuger Verteidigung erkannte Scrum-Half Fabrice Zellweger eine Lücke, brach durch und legte zum nächsten Try ab. Kurz darauf erhöhte Louis von Grünigen mit einem sicher verwandelten Penaltykick auf 34:13. Zug kam nochmals mit einem weiteren Versuch heran, was zeigte, dass in der Thuner Defensive noch Verbesserungspotential vorhanden ist. Am grundsätzlichen Kräfteverhältnis änderte dies jedoch wenig: Die Berner Oberländer hatten deutlich mehr Ballbesitz und bestimmten das Spielgeschehen über weite Strecken. Den Schlusspunkt setzte erneut Zellweger. Wieder nutzte der Man of the Match eine Unordnung in der Verteidigung der Gäste, attackierte direkt die Lücke und erzielte seinen zweiten Try.

Mit diesem klaren Heimsieg behauptet der Rugby TV Thun die Tabellenführung in der NLC Ost und unterstreicht seine Ambitionen für die Rückrunde. Offensiv zeigte die Mannschaft ihr grosses Potential mit zahlreichen Linebreaks und schön herausgespielten Versuchen; in den kommenden Partien dürfte der Fokus nun darauf liegen, die Fehlerquote zu senken und die Defensive über 80 Minuten zu stabilisieren.

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