31 - 44
TV ThunZusammenfassung
Gute Ausganslage trotz unglücklicher Schlussphase
Im Hinspiel des NLC-Halbfinals setzte sich der Rugby TV Thun auswärts gegen den Rugby Club CERN durch – und legte dabei über weite Strecken den Grundstein für den möglichen Finaleinzug. Trotz einer dominanten Vorstellung der Berner Oberländer blieb den Gästen am Ende ein kleiner Wermutstropfen.
Die Partie begann zunächst mit Druck der Gastgeber. Die Genfer drängten Thun in den eigenen 22-Meter-Raum zurück, doch dank klugem Kickspiel gelang es den Gästen, sich immer wieder zu befreien und das Spielgeschehen zu beruhigen. Kaum hatten die Thuner erstmals selbst längere Ballbesitzphasen, schlugen sie eiskalt zu: Fly-Half Louis von Grünigen eröffnete das Skore per Penaltykick, ehe nur wenige Minuten später Simione Tabaki nach einer sehenswerten Angriffsphase zum ersten Versuch eintauchte. Nach gerade einmal sechs Minuten führten die Gäste mit 10:0. Obwohl die Berner Oberländer das Spielgeschehen kontrollierten, kam CERN aus dem Nichts zum Anschluss. Ein geschickt ausgeführter Chip- und Chase-Kick führte in der 15. Minute zum ersten Versuch der Westschweizer. Doch die Antwort der Gäste liess nicht lange auf sich warten: Nur drei Minuten später setzte Thun zum direkten Gegenschlag an. Flügel Brandon Wild nutzte den Raum auf der Aussenbahn konsequent aus und stellte mit seinem Versuch in der 18. Minute den alten Abstand wieder her.
In der Folge blieben die Gäste klar tonangebend. Immer wenn der Ball schnell über die Hintermannschaft lief, wurde es brandgefährlich – beinahe jeder Angriff führte zu einem Durchbruch durch die gegnerische Linie. Ryan Hogan sowie erneut Brandon Wild sorgten für weitere Punkte und bauten die Führung kontinuierlich aus. Kurz vor der Pause setzte Thun dann noch ein echtes Highlight: Ein präziser Chip-Kick von Tabaki über die Defensivlinie, von Brandon Wild geschickt weitergeleitet, fand schliesslich den Weg zu Fullback Ramon Zehnder, der sicher in der Endzone ablegte. Mit einer komfortablen 32:7-Führung ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste jedoch einen Kaltstart. Ein geblockter Kick fiel den Genfern in die Hände, die diese Gelegenheit konsequent nutzten und bis in die Endzone durchliefen. Trotz dieses Rückschlags liess sich Thun nicht aus dem Konzept bringen. Die Gäste blieben spielbestimmend, auch wenn zu viele Ballverluste zunächst weitere Punkte verhinderten. Erst ein sauber ausgespielter Angriff über mehrere Stationen der Hintermannschaft brachte wieder Zählbares: Mit starkem Ballhandling wurde die Defensive der Gastgeber auseinandergezogen, und Danilo Schober erhöhte auf 37:14. Zwar gestaltete sich das Spiel in der Folge etwas ausgeglichener, doch bis zur 70. Minute konnten beide Teams noch je einen Versuch erzielen – 44:19 für die Gäste. Die Schlussphase verlief dann allerdings alles andere als nach Wunsch für Thun. Kaum noch Ballbesitz und zunehmende Undiszipliniertheiten verschafften den Genfern viel Raum. Die Gastgeber nutzten diese Phase konsequent aus und kamen in den letzten zehn Minuten noch zu zwei weiteren Versuchen. Damit verkürzte CERN das Schlussresultat auf 44:31 und hielt seine Hoffnungen für das Rückspiel am Leben.
Trotz dieses unglücklichen Endspurts verschafft sich der Rugby TV Thun eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Samstag in Thun Süd. Über weite Strecken zeigte das Team klar, wer die bessere Mannschaft ist – und untermauerte seine Ambitionen auf den Finaleinzug.
Details
| Datum | Zeit | Liga | Saison |
|---|---|---|---|
| 25. April 2026 | 15:00 | LNC | 2024/2025 |
